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Berufsstart > Jobportraits > Jurist im Verlagswesen

Jobporträt eines Programmplaners/Lektors

von Herrn Ass.iur. Joachim Diehm, Programmplaner/Lektor im Erich Schmidt Verlag, Berlin

 

Joachim Diehm, geb. am 11.12.1970. Ich studierte an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg Rechtswissenschaften und war während meiner Studienzeit verschiedentlich in Presseabteilungen tätig.

Seit der Rechtsreferendarszeit, die ich im Landgerichtsbezirk Darmstadt absolvierte, bin ich freier Autor und Rezensent bei juristischen Verlagen. Seit 1999 bin ich Redaktionsmitglied eines juristischen Fachverlags und Mitbetreuer einer Onlinedatenbank.

Nach der Wahlstation in der Referendarszeit, die ich in der Zeitschriftenredaktion des C.H.Beck Verlags in Frankfurt am Main absolvierte, nahm ich nach dem Assessorexamen im Juni 2000 eine Anstellung als Programmplaner/Lektor für Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht im Erich Schmidt Verlag in Berlin an.

 


Das Unternehmen

Der Erich Schmidt Verlag (ESV) Berlin, Bielefeld, München ist ein namhafter Fachverlag, der Bücher, Loseblattwerke, Zeitschriften und Elektronische Medienprodukte mit den Programmschwerpunkten Recht, Wirtschaft, Technik, Umwelt und Philologie herausgibt.

Das Familienunternehmen konnte 1999 sein 75-jähriges Jubiläum feiern. Das lieferbare Programm des Erich Schmidt Verlags umfasst rund 2.000 Titel, davon rund 20 Zeitschriften und über 100 Loseblattwerke. Im Internet ist der Verlag neben seiner eigenen Homepage www.erich-schmidt-verlag.de mit dem anspruchsvollen Projekt www.umweltonline.de vertreten. Weiterhin ist der Verlag Contentpartner von www.fahnder.de.

Tätigkeitsbereich

"Das Tätigkeitsfeld eines Programmplaners ist breit gefächert. Neben Autorenbetreuung und -akquise, die einen Schwerpunkt der Tätigkeit einnehmen, beobachte ich das Marktgeschehen rund um meinen Programmplanungsbereich. Zu den weiteren Aufgaben zählen die Pflege des vorhandenen Lektoratsprogramms, die Sichtung und das Bevoten von eingehenden Manuskripten sowie das Verfassen der Verlagsverträge.

Das Lektorat bildet die Schnittstelle zwischen Autoren, Herstellung, Vertrieb und Werbung. Daher kann es durchaus auch vorkommen, dass der Programmplaner durch diese Abteilungen z.B. bei der Abfassung von Werbe- oder Einbandtexten kontaktiert wird."

 

Arbeitstag

"Arbeitsbeginn ist zwischen 8.00 und 8.30 h. Erster Programmpunkt ist die allmorgendliche Lektüre des Handelsblatts und anderer fachbezogener Zeitschriften, einerseits um auf dem Laufenden zu bleiben, andererseits aus akquisitorischen Gründen. Im Anschluss bearbeite ich die Tagespost und sichte evtl. eingegangene Manuskripte etc. Danach folgen meistens Autorenkontakte (schriftlich, fernmündlich oder ein persönliches Treffen). Meetings mit Herstellern bei Fragen zum jeweiligen Projektstand und die Absprache von Werbemaßnahmen mit der Werbeabteilung schließen den Kreis."

Kundengruppen des Unternehmens

"Zielgruppe meines Programmplanungsbereichs sind i.d.R. Juristen, die sich vorwiegend mit wirtschaftsrechtlichen Problemfeldern befassen."

 

Vorzüge des Jobs

"Dieser Beruf bietet die Möglichkeit, sich frei zu entfalten und seine Kreativität in marktträchtige Produkte umzusetzen. Ich empfinde es als etwas Schönes, eine Idee reifen zu sehen, um sie am Ende der Produktionsphalanx auf einer Buchmesse oder in einer Buchhandlung als Print- oder elektronisches Produkt wieder zu finden. Besonders schätze ich an meinem Beruf den Kontakt zu hochkarätigen Autoren. Positive Begleiterscheinung der Verlagstätigkeit ist - anders als in Großkanzleien - auch die arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeit, die durchaus noch Zeit lässt für eine nebenberufliche Weiterentwicklung als freier Autor verschiedener juristischer Verlage."

Unangenehmes am Job

"Unangenehm ist der falsche Terminus. Etwas schade finde ich, dass der Programmplaner, der dem Leitbild des Juristen als Generalisten gerecht wird, sich durch die Vielzahl der zu betreuenden Projekte mit keinem Rechtsgebiet vertieft beschäftigen kann, da er in allen Bereichen seines Programmplanungsbereichs auf dem Laufenden sein muss."

 

Typische Arbeits- oder Vorgehensweisen

"Diese Frage beantworte ich, indem ich in meinen Arbeitsstil bei der Autorenakquise einen Einblick gewähre. Nachdem ich das vor mir liegende weiße Blatt Papier mit nach meinem Dafürhalten marktträchtigen Themenideen gefüllt habe, starte ich eine Internetrecherche, die mir die Marktdichte zu den jeweiligen Themen veranschaulicht. Im Anschluss überlege ich mir, welche Autoren ich bzgl. der Umsetzung des Projekts kontaktieren könnte. So sehe ich mich z.B. im Netz nach möglichen Autoren um. Mit den potenziellen Verfassern wird dann telefonisch das Projekt diskutiert und konkretisiert. Nach der Übersendung einer Grobgliederung durch den/die Autoren wende ich mich der Erstellung der Verträge zu. In einigen Fällen bietet sich auch ein Treffen mit dem Autorenteam an. Nach dem Eingang des Manuskripts erstelle ich eine Vorankündigung, die die Werbemaschinerie in Gang setzt und den Vertrieb tätig werden lässt, der u.a. die Buchhändler informiert. Nach der Sichtung gebe ich das Manuskript an die Herstellung weiter, die die weiteren Verfügungen bis zur Drucklegung vornimmt. In dieser Zeit stehe ich in regem Kontakt zu dem Herausgeber bzw. federführenden Verfasser."

Berufskleidung

"Je nach Terminkalender mal leger, mal feiner. Auch bei Schlipsträgern gibt es da einigen Spielraum. "

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Einkommen

"Der Verdienst als Programmplaner/Lektor in einem juristischen Fachverlag bewegt sich bei entsprechender Qualifikation des Bewerbers im überdurchschnittlichen Bereich, die berühmte sechsstellige Summe wird jedoch nicht unmittelbar erreicht."

 

Ausbildung,
Vorkenntnisse

"Eine Mischung aus journalistischen und juristischen Kenntnissen, angereichert durch Praktika in einem Verlag, ist nach meinem Dafürhalten die Idealkombination. Für die Knüpfung von Verlagsbeziehungen bietet sich die Studienzeit und v.a. die Wahlstage in der Referendarszeit an. Eigendynamik, Flexibilität, gute Ausdrucksfähigkeit sowie diplomatisches Geschick sind Eigenschaften, die für eine Lektorentätigkeit ebenfalls nicht abträglich sind."

Einstieg / Bewerbung

"Das Vorliegen eines Prädikatsexamens schmälert die Erfolgsaussichten einer Bewerbung sicherlich nicht, es stellt allerdings auch keine conditio sine qua non dar. Verlagserfahrung und -kontakte sowie die Fähigkeit, Menschen von Projektumsetzungen begeistern zu können, werden einen Verlagsleiter in der Regel eher zu einer Einstellung veranlassen."

 

Kontakt

Ass. iur. Joachim Diehm
Erich Schmidt Verlag Berlin
Programmplanung Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht
Genthiner Straße 30 G
10785 Berlin
Fon 030 - 25 00 85 53
Fax 030 - 25 00 85 49
eMail J.Diehm@esvmedien.de
Web www.erich-schmidt-verlag.de

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